Weihnachten und Silvester mit viel Brauchtum am Traunsee
Im Salzkammergut werden um Weihnachten und zur Jahreswende bis in die heutige Zeit viele traditionelle Bräuche gepflegt, von denen einige sogar überregionale Berühmtheit erlangt haben. 
So ist jedes Jahr am 5. Jänner schon von weitem ein dröhnendes Läuten in Ebensee am Südufer des Traunsees zu hören.
Es ist der Vorabend des Dreikönigs-Festes, den die Einheimischen „Rauhnacht“ nennen. Mit einem Schuss wird um Punkt 18 Uhr der alljährliche Glöcklerlauf eröffnet. Dann ziehen bis zu 500 weiß gekleidete "Glöckler" mit knapp 20 Kilogramm schweren Kappen und nicht weniger leichten Kuhglocken durch den verschneiten Ort.

Mehrere hundert Arbeitsstunden sind in eine einzelne Kappe, mit Ton- und buntem Seidenpapier beklebte und mit Kerzen ausgeleuchtete Holzgerüste, investiert worden – jedes für sich ein kleines Kunstwerk. Sinn und Zweck des Umzuges ist es, mit den großen schweren Glocken und dem Kerzenlicht den Segen der guten Geister zu gewinnen und die bösen zu vertreiben. Hobby- und Profi-Fotografen kommen an diesem Jänner-Abend voll auf ihre Kosten. Nach dem Glöcklerlauf bittet ein "Absammler" um eine freiwillige Spende.

Ruhiger, aber genauso stimmungsvoll geht es bei der „Kripperlroas" zu. So nennt man im Salzkammergut den Rundgang von Krippe zu Krippe durch die Privathäuser. Bis zum 2. Februar werden Szenen der Geburt Jesus gezeigt, die in die Umgebung des Traunsees eingebettet sind. An die 1.000 Figuren bevölkern die riesigen Krippenlandschaften, die von Generation zu Generation weitergereicht werden. Die Krippenschnitzer, auch "Schnegerer" genannt, haben in Ebensee eine Jahrhunderte alte Tradition.
Die 4 Landhotels rund um den Traunsee halten spezielle Pauschalen für diese Jahreszeit parat - Details finden Sie hier. |