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Das Defereggental

Im südöstlichen Ausläufer des größten Naturschutzgebiets der Alpen, dem Nationalpark Hohe Tauern, befindet sich das Defereggental. Alle, die hier das erste Mal ihren Urlaub verbringen, werden danach fast unweigerlich zu Stammgästen. Doch das erstaunt eigentlich nur diejenigen, die noch nicht hier waren. Ob passionierte Wanderer, schwindelfreie Bergsteiger, energiegeladene Mountainbiker - alle finden hier ideale Bedingungen für ihre Lieblingsbeschäftigung. Die drei Gemeinden St. Jakob, St. Veit und Hopfgarten bilden zusammen diese Osttiroler Urlaubsregion, die eine Fläche von 140 km² in den Nationalpark Hohe Tauern einbringt. Fernab vom Massentourismus hat sich hier eine Feriendestination entwickelt, in der konsequent und nachhaltig das geschützt wird, was heutzutage ein einzigartiges Kapital ist: eine intakte, unvergleichliche Naturlandschaft. Ein Netz von Rad- und Wanderwegen, inklusive 5 Themenwegen, zieht sich durch das Tal und die umliegenden Gipfel der Lasörlinggruppe und Deferegger Alpen und ist ideal für Ein- oder Mehrtageswanderungen.

Das Defereggental vergoldet den Herbst

Im Herbst zeigt die Natur im Defereggental ihre wahren Reize in tausenden Formen und Facetten. Die verschiedenen Höhenstufen der Bergwelt bergen die unterschiedlichsten Lebensräume und Biotope in sich. Hier kann man Natur atmen und empfinden. Der Herbst, so behaupten Eingeweihte, sei hier im Nationalpark Hohe Tauern die allerschönste Jahreszeit. Streifzüge durch die abwechslungsreiche Bergwelt, durch romantische Täler und geheimnisvolle Schluchten, Gipfelerlebnisse und Almausflüge stellen für Herbst-Urlauber im Defereggental die Highlights dar.


Unberührte Natur- und harmonische Kulturlandschaft
Mit einer Fläche von 1.800 km2 erstreckt sich der Nationalpark Hohe Tauern über die Bundesländer Kärnten, Salzburg sowie Tirol hinweg. Die traumhafte Hochgebirgs-Landschaft beeindruckt Besucher zu jeder Jahreszeit mit einer wahren Flut an Superlativen: Hier findet man die gewaltigsten Gipfel Österreichs wie den Großglockner, mit 3.798 m der höchste des Alpenlandes. Außerdem befinden sich im Parkgebiet die größten Gletscherflächen der Ostalpen, darunter die Pasterze als längste Gletscherzunge Österreichs (9 km). Mächtige Wasserfälle, wie die Krimmler Fälle, rauschen aus 380 Metern zu Tale. Da man bekanntlich nur das sieht, was man weiß, hat die Naturpark-Verwaltung zahlreiche Lehrpfade eingerichtet, die Wanderer und Spaziergänger zu allem Sehenswerten, was Tier- und Pflanzenwelt zu bieten haben, führen. Hinweistafeln und Begleitbroschüren, aber auch speziell geschulte Naturpark-Führer versorgen die Besucher mit Informationen über Flora und Fauna des Nationalparks.

Dass auch der Mensch hier seit Jahrhunderten seinen Platz gefunden hat, bekunden die zahlreichen, noch heute bewirtschafteten Almen und Bergwiesen. Der Lehrpfad “Leben am Steilhang”, der in Bruggen im Defereggental beginnt, führt an kultivierten Berghängen vorbei, die ermessen lassen, wie mühevoll die Landwirtschaft in diesen extremen Lagen früher gewesen sein muss. Im Defereggental findet sich ein besonderes Zeugnis bäuerlicher Besiedelung, die auf 2.000 Meter ü.M. liegende Jagdhausalm. Sie wurde bereits im 13. Jahrhundert erstmals geschichtlich erwähnt und ist damit die älteste Alm Österreichs.


Arche Noah für tausende Tier- und Pflanzenarten
Nach dem Ende der letzten Eiszeit vor 12.000 Jahren begann die Ansiedlung von Pflanzen und Tieren im Alpenraum recht zaghaft. Heute findet man dagegen im Gebiet der Hohen Tauern eine erstaunliche Anzahl Spezies, die sich auf das Leben in dieser recht rauhen Umgebung angepasst haben. Stellvertretend für alle anderen Vertreter aus dem Reich der Flora sei hier die aus der asiatischen Taiga stammende Lärchenart, die Zirbe, erwähnt. Ein gleichnamiger Lehrpfad führt im Defereggental durch den größten geschlossenen Bestand dieses seltenen Nadelbaums in den Ostalpen.

Doch nicht nur die Pflanzen-, sondern auch die Tierwelt fasziniert Besucher mit ihrer Artenvielfalt. Gute Augen, oder besser ein Fernglas, braucht man, um Steinböcke bei ihren gewagten Kletterpartien in schroffen Felswänden zu entdecken. Schmetterling-Fans sollten unbedingt eine Wandertour in der Urlaubsregion Defereggental einplanen: Bei einer Wanderung auf dem Lehrpfad “Im Reich des Apollo” (= griechischer Sonnengott) kann man mit etwas Glück den vom Aussterben bedrohten Falter beobachten. Oder eine der fast 400 anderen Arten, die ebenso auf der so genannten Deferegger Sonnenseite heimisch sind... 


                Weitere Informationen: 

                Tourismusinformation Defereggental     
                A-9963 St. Jakob im Defereggental 
                Tel: +43(0)4873/6360-0 Fax: +43(0)4873/6360-60 
                e-mail: stjakob@defereggental.at 
                Internet: www.defereggental-info.at